1900, Kiew – 28. Juli 1942, Ghetto Minsk

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Biographie

Komponist, Verfasser u.a. für das Ballett Nachtigall, des ersten weißrussischen Nationalballetts. Er schuf u.a. die Musik für Stücke, die auf den Werken von Abraham Goldfaden, Alexander Puschkin und Michail Lermontow basierten.

Er wurde 1900 in Kiew geboren, sein Vater war Beamter. In den Jahren 1918-1921 studierte er in der Klavier-Klasse am Kiewer Konservatorium, erst beim Komponisten und Pianisten Wladimir Puchalski, dann unter der Leitung des herausragenden Musikers und Pädagogen Felix Blumenfeld. Nach Beendigung seiner Ausbildung arbeitete er in unterschiedlichen Berufen, aber die Musik vergaß er nie und er kehrte immer wieder zu ihr zurück.

In den 1930er Jahren zog er nach Minsk, wo er seine Ausbildung am Weißrussischen Konservatorium fortsetzte und als Begleitpianist des Truppen-Balletts des Opernstudios Minsk arbeitete (das später in das Theater für Oper und Ballett umgewandelt wurde). Dort lernte er die Kunst der Choreographie kennen.  Am bekanntesten ist sein Ballett mit dem Titel Nachtigall, das erstes nationales weißrussisches Ballett genannt wird, das auf Grundlage einer Erzählung von Zmitrok Biadula geschrieben wurde. Die Nachtigall wurde im Jahr 1939 im Theater für Oper und Ballett in Odessa aufgeführt und dann am 11. Mai 1939 im Theater für Oper und Ballett in Minsk, zur Eröffnung des neuen Theatergebäudes. Die Minsker Inszenierung unter Beteiligung der hervorragenden Ballettmeister Siemion Dreczin, Iwan Kurilow und Alexandra Nikolajewa wurde im Jahr 1940 in Moskau im Rahmen der „Dekade Weißrussischer Kunst“ in Anwesenheit von Stalin und anderen sowjetischen Führern gezeigt. Kroshner sammelte weißrussische Folklore und bezog volkstümliche Melodien in seine Kompositionen ein. Er schrieb u.a. auch die Musik für Stücke, die auf den Werken von  Abraham Goldfaden, Alexander Puschkin und Michail Lermontow basierten.

Im Jahr 1939 begann Kroshner die Arbeit an einer Oper auf Jiddisch, die durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen wurde. Der Komponist kam im Jahr 1942 im Ghetto Minsk ums Leben. Die meisten seiner Partituren sind verlorengegangen.

The copyright owner of Mikhail Kroshner’s portrait is Yad Vashem.

Mikhail Kroshner, Yad Vashem, Hall of Names photos, Archival Signature: 15000/14257930

Komponist, Verfasser u.a. für das Ballett Nachtigall, des ersten weißrussischen Nationalballetts. Er schuf u.a. die Musik für Stücke, die auf den Werken von Abraham Goldfaden, Alexander Puschkin und Michail Lermontow basierten.

Er wurde 1900 in Kiew geboren, sein Vater war Beamter. In den Jahren 1918-1921 studierte er in der Klavier-Klasse am Kiewer Konservatorium, erst beim Komponisten und Pianisten Wladimir Puchalski, dann unter der Leitung des herausragenden Musikers und Pädagogen Felix Blumenfeld. Nach Beendigung seiner Ausbildung arbeitete er in unterschiedlichen Berufen, aber die Musik vergaß er nie und er kehrte immer wieder zu ihr zurück.

In den 1930er Jahren zog er nach Minsk, wo er seine Ausbildung am Weißrussischen Konservatorium fortsetzte und als Begleitpianist des Truppen-Balletts des Opernstudios Minsk arbeitete (das später in das Theater für Oper und Ballett umgewandelt wurde). Dort lernte er die Kunst der Choreographie kennen.  Am bekanntesten ist sein Ballett mit dem Titel Nachtigall, das erstes nationales weißrussisches Ballett genannt wird, das auf Grundlage einer Erzählung von Zmitrok Biadula geschrieben wurde. Die Nachtigall wurde im Jahr 1939 im Theater für Oper und Ballett in Odessa aufgeführt und dann am 11. Mai 1939 im Theater für Oper und Ballett in Minsk, zur Eröffnung des neuen Theatergebäudes. Die Minsker Inszenierung unter Beteiligung der hervorragenden Ballettmeister Siemion Dreczin, Iwan Kurilow und Alexandra Nikolajewa wurde im Jahr 1940 in Moskau im Rahmen der „Dekade Weißrussischer Kunst“ in Anwesenheit von Stalin und anderen sowjetischen Führern gezeigt. Kroshner sammelte weißrussische Folklore und bezog volkstümliche Melodien in seine Kompositionen ein. Er schrieb u.a. auch die Musik für Stücke, die auf den Werken von  Abraham Goldfaden, Alexander Puschkin und Michail Lermontow basierten.

Im Jahr 1939 begann Kroshner die Arbeit an einer Oper auf Jiddisch, die durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen wurde. Der Komponist kam im Jahr 1942 im Ghetto Minsk ums Leben. Die meisten seiner Partituren sind verlorengegangen.

1900, Kiew – 28. Juli 1942, Ghetto Minsk

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