30 VII 1898, Wien — 9 X 1944, KL Auschwitz-Birkenau

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Biographie

Malerin, Architektin und Innenarchitektin, die mit dem Bauhaus verbunden war. Im Ghetto organisierte sie Zeichenunterricht für Kinder, der eine Art Kunsttherapie wurde.

Frederika „Friedl” wurde 1898 in Wien geboren, in einer armen jüdischen Familie. Ihr Vater war Helfer eines Ladenbesitzers, ihre Mutter Karolina starb 1902, und ihr Tod hat das spätere Leben von Frederika stark beeinflusst. Nach dem Abschluss eines Fotografiestudiums und ihren ersten Erfahrungen im Puppentheater unternahm sie die weitere Bildung an der Wiener Handwerker- und Kunstgewerbeschule (später Hochschule für angewandte Kunst), wo sie an Zeichenkursen bei Professor Franz Čižek teilnahm. Sie wurde auch von Johannes Itten unterrichtet, einem mit dem Bauhaus verbundenen Maler und Lehrer. 1936 heiratete sie Pavel Brandeis, einen gelernten Tischler.

1942 wurde sie mit ihrem Mann in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bei der Organisation geheimer Bildungskurse für Kinder half sowie Kunstunterricht und Vorträge hielt. Sie sah in der Kunst eine Möglichkeit, schwierige Emotionen auszudrücken, insbesondere als eine Hilfe bei der Wahrnehmung von Kinderemotionen. Nach dem Krieg beeinflusste ihre Art, mit Kindern zu arbeiten, die Entwicklung der Kunsttherapie, d.h. der Therapie durch Kunst.

Im September 1944 wurde Frederikas Mann nach Auschwitz deportiert. Gleich danach meldete sich Frederika freiwillig zum nächsten Transport, um mit Pavel zusammen zu sein. Ihr Mann überlebte den Krieg, sie wurde 1944 ermordet.

Die Bilder gehören dem Jüdischen Museum in Prag.

Malerin, Architektin und Innenarchitektin, die mit dem Bauhaus verbunden war. Im Ghetto organisierte sie Zeichenunterricht für Kinder, der eine Art Kunsttherapie wurde.

Frederika „Friedl” wurde 1898 in Wien geboren, in einer armen jüdischen Familie. Ihr Vater war Helfer eines Ladenbesitzers, ihre Mutter Karolina starb 1902, und ihr Tod hat das spätere Leben von Frederika stark beeinflusst. Nach dem Abschluss eines Fotografiestudiums und ihren ersten Erfahrungen im Puppentheater unternahm sie die weitere Bildung an der Wiener Handwerker- und Kunstgewerbeschule (später Hochschule für angewandte Kunst), wo sie an Zeichenkursen bei Professor Franz Čižek teilnahm. Sie wurde auch von Johannes Itten unterrichtet, einem mit dem Bauhaus verbundenen Maler und Lehrer. 1936 heiratete sie Pavel Brandeis, einen gelernten Tischler.

1942 wurde sie mit ihrem Mann in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie bei der Organisation geheimer Bildungskurse für Kinder half sowie Kunstunterricht und Vorträge hielt. Sie sah in der Kunst eine Möglichkeit, schwierige Emotionen auszudrücken, insbesondere als eine Hilfe bei der Wahrnehmung von Kinderemotionen. Nach dem Krieg beeinflusste ihre Art, mit Kindern zu arbeiten, die Entwicklung der Kunsttherapie, d.h. der Therapie durch Kunst.

Im September 1944 wurde Frederikas Mann nach Auschwitz deportiert. Gleich danach meldete sich Frederika freiwillig zum nächsten Transport, um mit Pavel zusammen zu sein. Ihr Mann überlebte den Krieg, sie wurde 1944 ermordet.

30 VII 1898, Wien — 9 X 1944, KL Auschwitz-Birkenau

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