6 XII 1919, Prerau (Mähren) — 27 I 1945, KL Fürstengrube

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Biographie

Pianist, Komponist, Pädagoge. Er erhielt ein Stipendium der Royal Academy of Music in London, aber die antijüdischen Gesetze vereitelten seine Ausreise. Er organisierte das kulturelle Leben im Ghetto Theresienstadt.

Er wurde am 6. Dezember 1919 in Přerov in Mähren geboren. Schon in jungen Jahren zeigte er musikalisches Talent. Den ersten Unterricht nahm er bei Růžena Kurzova und danach in Prag in der Meisterklasse von Vilém Kurz. Die nächste Etappe bildet das Studium am Konservatorium, wo er in der Klavier-Klasse bei Alois Hába studierte. Klein war auch Student an der Prager Karlsuniversität, wo er Philosophie und Musikwissenschaften studierte. Als alle Hochschulen des Protektorats Böhmen und Mähren geschlossen wurden, nahm er Privatunterricht.

Er trat unter Pseudonymen auf, weil die Auftritte von jüdischen Künstlern verboten waren. 1940 erhielt er ein Stipendium der Royal Academy of Music in London, aber die antijüdischen Gesetze vereitelten seine Ausreise. Er ist u.a. Autor von Divertimento, einem Oktett für Blasinstrumente, einem expressiv Schlüsselwerk in seiner musikalischen Karriere, das die politische Atmosphäre jener Zeit und die künstlerischen Inspirationen des Autors widerspiegelt.

Im Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er von Anfang an zusammen mit den anderen dort verhafteten Musikern, u.a. Pavel Haas und Viktor Ullmann, Konzerte gab. Er spielte Konzerte als Mitglied eines Klaviertrios und -quartetts. Darüber hinaus trat er mehrfach als Solopianist auf. Er hörte auch nicht auf, zu komponieren. Gerade während seiner Zeit im Ghetto schuf er Musik für Streichquartett und Streichtrio sowie Klaviersonaten. Seine Zeit im Ghetto widmete er auch dem Unterricht für Waisenkinder. Im Oktober 1944 wurde er in das KZ Auschwitz-Birkenau und anschließend in das Außenlager Fürstengrube deportiert, wo er im Januar 1945 ums Leben kam.


Trio für Geige, Viola und Cello

Geige: Marcin Markowicz
Viola: Monika Młynarczyk
Cello: Jan Skopowski

Film: Piotr Bartos
Sound: Maciej Marchewka (Tibo Sound)

Aufnahme von einem Konzert in der Synagoge zum Weißen Storch in Wroclaw, den 9. November 2016.

Madrigal

In Theresienstadt, 1942 geschrieben.
Scans der Partitur wurden der Ausstellung von Terezin Memorial geschenkt.

 

  

Komposition für ein Klavier und eine Stimme Nr. 2

In Prag, 1934 geschrieben zum Text von Otokara Březina.
Scans der Partitur wurden der Ausstellung von Terezin Memorial geschenkt.

Ein Foto von Gideon Klein, Louis Weinbaum, Heini Tausig, Fredy Mark und Karel Fröhlich
JMP Photo Archive, Neg. No. 081.570


Der Eigentümer und Urheberrechtsinhaber des Bildmaterials ist das Jüdische Museum in Prag.

Pianist, Komponist, Pädagoge. Er erhielt ein Stipendium der Royal Academy of Music in London, aber die antijüdischen Gesetze vereitelten seine Ausreise. Er organisierte das kulturelle Leben im Ghetto Theresienstadt.

Er wurde am 6. Dezember 1919 in Přerov in Mähren geboren. Schon in jungen Jahren zeigte er musikalisches Talent. Den ersten Unterricht nahm er bei Růžena Kurzova und danach in Prag in der Meisterklasse von Vilém Kurz. Die nächste Etappe bildet das Studium am Konservatorium, wo er in der Klavier-Klasse bei Alois Hába studierte. Klein war auch Student an der Prager Karlsuniversität, wo er Philosophie und Musikwissenschaften studierte. Als alle Hochschulen des Protektorats Böhmen und Mähren geschlossen wurden, nahm er Privatunterricht.

Er trat unter Pseudonymen auf, weil die Auftritte von jüdischen Künstlern verboten waren. 1940 erhielt er ein Stipendium der Royal Academy of Music in London, aber die antijüdischen Gesetze vereitelten seine Ausreise. Er ist u.a. Autor von Divertimento, einem Oktett für Blasinstrumente, einem expressiv Schlüsselwerk in seiner musikalischen Karriere, das die politische Atmosphäre jener Zeit und die künstlerischen Inspirationen des Autors widerspiegelt.

Im Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er von Anfang an zusammen mit den anderen dort verhafteten Musikern, u.a. Pavel Haas und Viktor Ullmann, Konzerte gab. Er spielte Konzerte als Mitglied eines Klaviertrios und -quartetts. Darüber hinaus trat er mehrfach als Solopianist auf. Er hörte auch nicht auf, zu komponieren. Gerade während seiner Zeit im Ghetto schuf er Musik für Streichquartett und Streichtrio sowie Klaviersonaten. Seine Zeit im Ghetto widmete er auch dem Unterricht für Waisenkinder. Im Oktober 1944 wurde er in das KZ Auschwitz-Birkenau und anschließend in das Außenlager Fürstengrube deportiert, wo er im Januar 1945 ums Leben kam.

6 XII 1919, Prerau (Mähren) — 27 I 1945, KL Fürstengrube

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